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Rezension: der Gonzo-Porno-Comic “Elves Dreams”

February 11th, 2012 · Keine Kommentare

Da es das spannendste Zeug in Sachen Erotik-Comic eher bei unseren französisch-sprechenden Nachbarn gibt, bin ich durchaus ein regelmäßiger Besucher des .fr-Ablegers von amazon.
Dort stolperte ich vor einigen Wochen über den bereits 2010 erschienenen Album Elves Dreams von Alessandro Mazzetti. Da der Mann auch viel für das ialienische X comics Magazin gearbeitet hat, besorgte ich mir den Hardcover-Band zur Recherche.

Mazzetti hat durchaus eine gute Zeichentechnik entwickelt und sein Artwork ist hervorragend. Wer mehr von ihm sehen will, sollte vielleicht einen Blick in seinen Blog werfen. Dort gibt es eine Menge an “kinky-Stuff” zu bewundern, die meist als Auftragsarbeiten entstanden sind. Doch zurück zum Album.

Die Vorschau bei Amazon.fr ist bezüglich des Inhaltes leider ein wenig dürftig ausgefallen (Auf dieser Webseite gibt es mehr Seiten aus dem Album zu sehen).

Was man nach der Bestellung des Albums letztendlich bekommt sind 22 (falls ich mich nicht verzählt habe) Kurzgeschichten mit jeweils zwei Seiten Umfang, sowie drei Elfen-Pin-Ups.
Nun zur Kritik. INHALTLICH wird so gut wie keine Geschichte transportiert. Dazu kommt das Mazzetti auf üppige Sprechblasen – sprich Dialoge – verzichtet. Alles was der “Leser” (ich muss das in Anführungszeichen setzen, weil es da nicht viel zu lesen gibt) bekommt sind Fantasy-Elfen im Sexrausch. Ohne viel Handlung wird man sofort – Seite für Seite – in die Hardcore-Action geschmissen. Einige Kurzgeschichten verfügen zwar über einen erkennbaren Aufhänger, jedoch so dürftig und platt, das inhaltlich da nicht mehr viel zu retten ist.

Mit Elves Dreams wurde ein Gonzo-Porno-Comic produziert, ohne Leidenschaft, Handlung und Erotik. Das mag für manche Leser ausreichen, doch für mich persönlich fehlt das “Vorspiel”. Reine Fickszenen werden schnell langweilig – im Film, wie im Comic. Dabei sieht man in Mazzettis Blog, Comic-Kurzstorys die hervorragend funktionieren. Wenn zum Beispiel in einer seiner Geschichten DC Comic-Heldinnen Powergirl und Supergirl in “Hardcore-Style” aufeinandertreffen, spricht es den Leser sofort an; auch ohne viel vorheriger Erklärungen (vorausgesetzt man kennt die Charaktere). Sogleich springt das größte Sexualorgan – das Gehirn – an und spinnt weitere, bereichernde Zutaten zur Geschichte.

In Elves Dreams bleibt alles recht platt, belanglos und unerotisch, weil der Leser keinen Bezug zu den verschiedenen Elfen-Charakteren aufbauen kann und den Geschichten kein Raum zur Entfaltung gegeben wurde.. Was bleibt ist “oooh, ne rothaarige Elfe wird gefickt,… oooh, ne schwarzhaarige Elfe wird gefickt, oooh,…” usw…. Das ist einfach zu wenig. Auf Online-Plattformen (bei der Fülle an Angeboten) mag das funktionieren, aber nicht in gedruckter Form.

Mein Tipp: Das Album kann man sich schenken und sollte lieber auf Online-Angebote von Mazzetti ausweichen.

Tags: Comic Erotika News

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